Quelle: § 622 BGB (Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen). Rechtsstand: 9. September 2026.
Diese Seite und der Fristenrechner geben allgemeine Informationen zum deutschen Arbeitsrecht wieder (Stand: 9. September 2026) und sind keine Rechtsberatung. Verbindlich sind dein Arbeitsvertrag, ein anwendbarer Tarifvertrag und im Zweifel eine anwaltliche Prüfung.
Wer kündigt, wechselt. Wir kennen Positionen, die nicht ausgeschrieben werden — trag dich mit deinen Unterlagen in den Talent-Pool ein, bevor du kündigst. Wir melden uns, wenn eine Position zu deinem Profil passt.
Vier Wochen sind 28 Tage — und der Zugang zählt
Die Grundfrist beträgt exakt 28 Tage, nicht einen Kalendermonat. Sie läuft ab dem Tag, an dem deine Kündigung dem Arbeitgeber ZUGEHT — nicht ab dem Tag, an dem du sie schreibst oder abschickst. Endtermin ist der nächste 15. oder das nächste Monatsende, das nach Ablauf der 28 Tage erreichbar ist. Wer zum 31. eines Monats raus will und die Kündigung erst am 5. desselben Monats übergibt, verpasst den Termin knapp: 28 Tage später ist der 2. oder 3. des Folgemonats, also wird erst der 15. des Folgemonats erreichbar.
Länger als der Arbeitgeber musst du nie warten
Dein Arbeitsvertrag darf deine Frist verlängern — aber für dich als Arbeitnehmer darf keine längere Frist gelten als für den Arbeitgeber (§ 622 Abs. 6 BGB). Steht im Vertrag „die verlängerten Fristen gelten für beide Seiten", bindet dich die Arbeitgeber-Staffel mit. Genau diesen Fall rechnest du im Fristenrechner durch, bevor du ein Startdatum beim neuen Arbeitgeber zusagst — wie du die Reihenfolge planst, steht unter Jobwechsel planen.
Weiter im Thema Fristen: Kündigungsfrist des Arbeitgebers, Kündigung zum Monatsende und Kündigungsfrist in der Probezeit — die Gesamtübersicht mit allen Fristen steht auf der Übersichtsseite Kündigung & Jobwechsel.
Die Frist ist nur der Rahmen — was im nächsten Job verdient wird, zeigen die amtlichen Mediane unter Gehalt nach Beruf, und wie du Stellen direkt von Karriereseiten findest, steht unter Jobs finden.

Was ich als Headhunter sehe, wenn jemand kündigt
Die stärksten Wechsel, die ich begleite, sind die geplanten: Frist gerechnet, Unterlagen fertig, Markt sondiert — und erst dann gekündigt. Wer diese Reihenfolge einhält, verhandelt aus Ruhe statt aus Not. Die Kündigungsfrist ist dabei kein Hindernis, sondern dein bezahlter Planungszeitraum.
Dr. Georg Lamers — Headhunter, Executive Search DACH · Über den Autor
Häufige Fragen
Kann ich zum 15. kündigen?
Ja. § 622 Abs. 1 BGB erlaubt beide Endtermine: den 15. eines Monats und das Monatsende. Voraussetzung ist nur, dass zwischen Zugang der Kündigung und dem Termin mindestens vier Wochen (28 Tage) liegen.
Verlängert sich meine Frist mit den Jahren?
Von Gesetzes wegen nicht — die Staffel des § 622 Abs. 2 BGB gilt nur für den Arbeitgeber. Dein Vertrag kann die verlängerten Fristen aber für beide Seiten vereinbaren; dann gelten sie auch für dich (§ 622 Abs. 6 BGB setzt nur die Obergrenze: nie länger als für den Arbeitgeber).
Was passiert, wenn ich die Frist falsch berechne?
Eine Kündigung mit zu kurzem Termin ist in der Regel nicht unwirksam, sondern wirkt zum nächsten zulässigen Termin — deshalb steht im Muster die Formulierung „hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt". Sicherer ist, den Termin vorher korrekt zu rechnen.
Wenn der nächste Schritt ein neuer Job ist: Der Job Finder findet geprüfte Stellen direkt von den Karriereseiten der Arbeitgeber — kuratiert statt aggregiert.
