Jobwechsel planen: der Fahrplan

5 Schritte
Frist → Unterlagen → Suche → Vertrag → Kündigung
Reihenfolge, keine Rechtsfrage
zuerst
die eigene Kündigungsfrist kennen
§ 622 BGB
zuletzt
kündigen — nach beidseitiger Unterschrift
Empfehlung

Quelle: § 622 BGB (Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen). Rechtsstand: 9. September 2026.

Diese Seite und der Fristenrechner geben allgemeine Informationen zum deutschen Arbeitsrecht wieder (Stand: 9. September 2026) und sind keine Rechtsberatung. Verbindlich sind dein Arbeitsvertrag, ein anwendbarer Tarifvertrag und im Zweifel eine anwaltliche Prüfung.

Wer kündigt, wechselt. Wir kennen Positionen, die nicht ausgeschrieben werden — trag dich mit deinen Unterlagen in den Talent-Pool ein, bevor du kündigst. Wir melden uns, wenn eine Position zu deinem Profil passt.

Zum Talent-Pool

Schritt eins ist immer die Frist

Jede Wechselplanung beginnt mit einer Zahl: deinem frühestmöglichen Austrittsdatum. Es bestimmt, welches Startdatum du Arbeitgebern nennen kannst, und es kommt aus § 622 BGB beziehungsweise deinem Vertrag — auf den Tag genau aus dem Fristenrechner. Danach: Unterlagen aktualisieren, Zwischenzeugnis sichern (Schriftform der späteren Kündigung nicht vergessen, § 623 BGB), und die Suche diskret aus der ungekündigten Position starten — warum diese Reihenfolge, steht unter Erst kündigen oder erst bewerben?.

Gekündigt wird zuletzt — und gerechnet vorher

Die Kündigung ist der letzte Schritt des Wechsels, nicht der erste: erst der beidseitig unterschriebene neue Vertrag, dann die Kündigung mit sauberem Termin und nachweisbarem Zugang. Dazwischen liegen Verhandlung (Gehalt belastbar begründen: Gehalt nach Beruf liefert die amtlichen Vergleichswerte) und die stille Marktseite: Positionen, die nie ausgeschrieben werden, erreichst du über den Talent-Pool — deshalb steht der Eintrag dort am Anfang der Planung, nicht am Ende.

Weiter im Thema Jobwechsel: Arbeitszeugnis nach der Kündigung, Kündigungsfristen-Tabelle nach § 622 BGB und Kündigungsfrist als Arbeitnehmer — die Gesamtübersicht mit allen Fristen steht auf der Übersichtsseite Kündigung & Jobwechsel.

Wenn der Entschluss steht, beginnt die Bewerbungsphase: Bewerbung nach Kündigung behandelt den Sonderfall, die Gesprächsvorbereitung je Beruf steht unter Vorstellungsgespräch.

Dr. Georg Lamers

Was ich als Headhunter sehe, wenn jemand kündigt

Die stärksten Wechsel, die ich begleite, sind die geplanten: Frist gerechnet, Unterlagen fertig, Markt sondiert — und erst dann gekündigt. Wer diese Reihenfolge einhält, verhandelt aus Ruhe statt aus Not. Die Kündigungsfrist ist dabei kein Hindernis, sondern dein bezahlter Planungszeitraum.

Dr. Georg Lamers — Headhunter, Executive Search DACH · Über den Autor

Häufige Fragen

Wie viel Vorlauf braucht ein geplanter Wechsel?

Rechne rückwärts: gewünschtes Startdatum minus deine Kündigungsfrist minus die Dauer von Suche und Auswahlprozess. Bei einer Frist von 3 Monaten und mehrstufigen Auswahlverfahren sind 6 Monate Vorlauf keine Übertreibung.

Wann bringe ich das Zwischenzeugnis ins Spiel?

Früh — ein Zwischenzeugnis lässt sich unverfänglich anfragen (etwa bei Vorgesetztenwechsel oder Projektabschluss) und liegt dann für Bewerbungen bereit, ohne dass deine Wechselabsicht sichtbar wird.

Was ist der häufigste Planungsfehler?

Ein zugesagtes Startdatum, das die eigene Kündigungsfrist nicht hergibt. Rechne den frühesten Termin, bevor du ihn nennst — ein geplatzter Starttermin belastet das neue Arbeitsverhältnis vor dem ersten Tag.

Wenn der nächste Schritt ein neuer Job ist: Der Job Finder findet geprüfte Stellen direkt von den Karriereseiten der Arbeitgeber — kuratiert statt aggregiert.