Gehaltswunsch p.a. richtig angeben: Formulierung, Anschreiben & Verhandlung
Gehaltswunsch formulieren, Gehaltsvorstellung platzieren und im Gespräch souverän verhandeln.
„Gehaltswunsch p.a. (nur Zahl)": Welche Zahl trägst du ein?
P.a. steht für „per annum", also pro Jahr: Gefragt ist dein Brutto-Jahresgehalt. Die eigentliche Frage ist nicht, was die Abkürzung heißt, sondern welche Zahl du eintippst. Drei Entscheidungen führen dich hin:
- 1Jahresbrutto inklusive Sonderzahlungen. Rechne Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie fixe Boni mit ein. Arbeitgeber vergleichen Gesamtpakete, nicht Monatsraten.
- 2Eine konkrete Zahl, keine Spanne. Das Feld akzeptiert nur eine Zahl. Trage den Wert ein, den du im Gespräch begründen kannst, nicht deine Schmerzgrenze: Nach unten wird ohnehin verhandelt, nach oben fast nie.
- 3Herleitung statt Bauchgefühl. Starte beim amtlichen Median-Verdienst deiner Berufsgruppe aus der Destatis-Verdiensterhebung und verschiebe ihn begründet: mehr Erfahrung und Verantwortung als die Mitte der Gruppe heißt darüber, Einstieg heißt darunter.
Beispielrechnung: Pflegefachkraft
Der amtliche Median liegt bei 58.260 € brutto im Jahr (Median, Vollzeit, inklusive Sonderzahlungen, Deutschland; Destatis 2025). Mit mehrjähriger Erfahrung und Schichtverantwortung setzt du deine Zahl darüber an, zum Beispiel 62.000 €. Direkt nach dem Examen darunter, zum Beispiel 54.000 €. Ins Formular gehört dann nur die nackte Zahl, ohne Punkt und Eurozeichen: etwa 62000.
Die Beispielwerte oberhalb und unterhalb des Medians sind eigene Rechenbeispiele, keine amtlichen Werte.
Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online, Verdiensterhebung, Tabelle 62361-0034, Erhebungsjahr 2025; Datenlizenz by-2-0.
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Der amtliche Median aus der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts, aufgeschlüsselt nach Anforderungsniveau — Beruf eingeben, Zahl sehen. Ohne Anmeldung, ohne Kosten.
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