Kündigungsbestätigung anfordern

2 Bitten
Empfangsbestätigung + Beendigungsdatum
im Muster enthalten
qualifiziert
Arbeitszeugnis mit Leistung und Verhalten
§ 109 Abs. 1 GewO
Zugangstag
sollte in der Bestätigung stehen
§ 130 BGB

Quelle: § 622 BGB (Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen). Rechtsstand: 9. September 2026.

Diese Seite und der Fristenrechner geben allgemeine Informationen zum deutschen Arbeitsrecht wieder (Stand: 9. September 2026) und sind keine Rechtsberatung. Verbindlich sind dein Arbeitsvertrag, ein anwendbarer Tarifvertrag und im Zweifel eine anwaltliche Prüfung.

Wer kündigt, wechselt. Wir kennen Positionen, die nicht ausgeschrieben werden — trag dich mit deinen Unterlagen in den Talent-Pool ein, bevor du kündigst. Wir melden uns, wenn eine Position zu deinem Profil passt.

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Warum die Bestätigung mehr ist als Höflichkeit

Die Empfangsbestätigung dokumentiert zwei Dinge, über die später niemand streiten soll: den Zugangstag deiner Kündigung und das daraus folgende Beendigungsdatum. Stimmt das bestätigte Datum nicht mit deiner Rechnung überein, klärst du das sofort — nicht erst im letzten Monat. Ohne Reaktion des Arbeitgebers ersetzt deine dokumentierte Zustellung (Übergabebestätigung oder Einwurf-Einschreiben, siehe Zugang nachweisen) die Bestätigung.

Das Zeugnis gleich mit anfordern

Auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis — mit Angaben zu Leistung und Verhalten — hast du bei Beendigung Anspruch (§ 109 Abs. 1 GewO). Die Bitte gehört in das Kündigungsschreiben selbst, damit sie aktenkundig ist; für die Zwischenzeit kannst du zusätzlich ein Zwischenzeugnis erbitten. Was die Formulierungen im Zeugnis später bedeuten, entschlüsselt die Arbeitszeugnis-Familie; mehr zum Ablauf unter Arbeitszeugnis nach der Kündigung.

Weiter im Thema Kündigungsschreiben: Kündigen ohne neuen Job, Erst kündigen oder erst bewerben? und Resturlaub bei Kündigung — die Gesamtübersicht mit allen Fristen steht auf der Übersichtsseite Kündigung & Jobwechsel.

Nach dem Kündigungsschreiben kommt das Bewerbungsschreiben: Formulierungen je Beruf stehen im Anschreiben-Bereich, die Unterlagen dazu unter Lebenslauf.

Dr. Georg Lamers

Was ich als Headhunter sehe, wenn jemand kündigt

Die stärksten Wechsel, die ich begleite, sind die geplanten: Frist gerechnet, Unterlagen fertig, Markt sondiert — und erst dann gekündigt. Wer diese Reihenfolge einhält, verhandelt aus Ruhe statt aus Not. Die Kündigungsfrist ist dabei kein Hindernis, sondern dein bezahlter Planungszeitraum.

Dr. Georg Lamers — Headhunter, Executive Search DACH · Über den Autor

Häufige Fragen

Ist der Arbeitgeber zur Bestätigung verpflichtet?

Eine allgemeine gesetzliche Pflicht zur Empfangsbestätigung gibt es nicht — deshalb sicherst du den Zugang selbst ab (Übergabe gegen Bestätigung oder Einwurf-Einschreiben). Die Bitte im Schreiben kostet nichts und schafft in den meisten Fällen Klarheit.

Einfaches oder qualifiziertes Zeugnis?

Das einfache Zeugnis nennt nur Art und Dauer der Tätigkeit; das qualifizierte erstreckt sich auf Leistung und Verhalten (§ 109 Abs. 1 GewO). Für Bewerbungen brauchst du das qualifizierte — fordere es ausdrücklich an.

Wann sollte das Zeugnis vorliegen?

Der Anspruch entsteht bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses (§ 109 Abs. 1 GewO). Fordere es im Kündigungsschreiben an und hake vor dem letzten Arbeitstag nach — für Bewerbungen aus der Kündigungsphase heraus hilft ein Zwischenzeugnis.

Wenn der nächste Schritt ein neuer Job ist: Der Job Finder findet geprüfte Stellen direkt von den Karriereseiten der Arbeitgeber — kuratiert statt aggregiert.