Berufsprofil: Lehrer
Lehrkräfte planen und erteilen Unterricht, beurteilen Schülerleistungen, arbeiten mit Eltern zusammen und gestalten Schulentwicklung aktiv mit. Der Beruf unterscheidet sich massiv nach Schulform: Eine Grundschullehrerin unterrichtet fächerübergreifend und betreut Kinder in der Persönlichkeitsentwicklung, ein Gymnasiallehrer vertieft sein Fach bis zum Abiturniveau, eine Berufsschullehrerin verbindet Theorie mit betrieblicher Praxis, und eine Förderschullehrkraft arbeitet mit individuellen Förderplänen und inklusiver Diagnostik.
Top 5 Aufgaben
Typische Branchen
Hard Skills
- Fachdidaktik und Fachwissenschaft im jeweiligen Unterrichtsfach
- Differenzierte Unterrichtsplanung (Binnendifferenzierung, kooperatives Lernen)
- Leistungsdiagnostik und kompetenzorientierte Bewertung
- Digitale Medien im Unterricht (Lernplattformen, Tablet-Klassen, interaktive Whiteboards)
- Rechtliche Grundlagen: Schulgesetz, Prüfungsordnungen, Datenschutz an Schulen
Soft Skills
- Empathie und pädagogisches Gespür für Kinder und Jugendliche
- Classroom-Management und Umgang mit Unterrichtsstörungen
- Kommunikation mit Eltern — auch in eskalierten Situationen
- Belastbarkeit und Selbstfürsorge (Burnout-Prävention)
- Teamfähigkeit im Kollegium und in multiprofessionellen Teams
Arbeitsumfeld: Unterricht im Klassenzimmer, ergänzt durch Verwaltungsarbeit (Korrekturen, Unterrichtsvorbereitung, Konferenzen). Arbeitszeit je nach Schulform 25–28 Unterrichtsstunden pro Woche plus ca. 15–20 Stunden Vor- und Nachbereitung, Konferenzen und Elternarbeit. Ferien sind teilweise durch Korrekturen, Fortbildungen und Schuljahresplanung belegt.
Arbeitsmarkt-Lage: Lehrer
Deutschland steckt in einem extremen Lehrermangel. Laut Ständiger Wissenschaftlicher Kommission der KMK fehlen bis 2035 über 60.000 Lehrkräfte — konservativ gerechnet. Besonders dramatisch ist die Lage in MINT-Fächern (Mathematik, Physik, Informatik, Chemie), an Grundschulen und in Förderschulen. Ostdeutsche Bundesländer und ländliche Regionen sind am stärksten betroffen. Die Folge: Seiteneinstiegsprogramme werden massiv ausgebaut, Beamtung wird auch älteren Bewerbern angeboten, und die Verhandlungsposition für Lehrkräfte war nie besser.
Top-Regionen
Berlin hat den prozentual höchsten Bedarf und die offenste Seiteneinstiegspolitik. NRW braucht aufgrund seiner Bevölkerungsgröße absolut die meisten Lehrkräfte. Sachsen und Brandenburg leiden unter Überalterung der Kollegien. Bayern hat den geringsten Mangel, aber auch dort fehlen MINT-Lehrkräfte und Grundschullehrer. Die Schweiz (besonders Zürich) und Österreich (Wien) werben aktiv deutsche Lehrkräfte ab.
Dein Weg zum Lehrer-Job
Quereinstieg
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Zertifikate & Qualifikationen
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Interview als Lehrer vorbereiten
Typische Fragen, STAR-Methode und Tipps
Häufige Fragen zum Beruf Lehrer
Was macht eine Lehrkraft genau?
Lehrkräfte planen und erteilen Unterricht, beurteilen Schülerleistungen, führen Elterngespräche und gestalten Schulentwicklung mit. Der Beruf unterscheidet sich stark nach Schulform: Grundschullehrkräfte unterrichten fächerübergreifend, Gymnasiallehrkräfte vertiefen Fachwissen bis zum Abitur, Berufsschullehrkräfte verbinden Theorie mit betrieblicher Praxis.
Wie ist die Arbeitsmarktlage für Lehrer in Deutschland?
Der Lehrermangel ist extrem. Laut KMK fehlen bis 2035 über 60.000 Lehrkräfte. Besonders betroffen sind MINT-Fächer, Grundschulen und Förderschulen. Die Folge: Seiteneinstiegsprogramme werden ausgebaut, Beamtung wird auch älteren Bewerbern angeboten, und die Verhandlungsposition für Lehrkräfte war nie besser.
Welches Gehalt kann ich als Lehrer erwarten?
Verbeamtete Lehrkräfte verdienen je nach Schulform und Bundesland: Grundschule A12 (ca. 3.800–4.800 € brutto/Monat), Gymnasium A13 (ca. 4.200–5.400 €). Angestellte Lehrkräfte erhalten E11–E13 nach TV-L — ca. 10–15 % weniger netto als Beamte, dafür aber Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Privatschulen zahlen oft unter TV-L.
Warum finde ich auf den offiziellen Portalen nicht alle Lehrer-Stellen?
Die Stellenportale der Kultusministerien listen hauptsächlich Beamtenstellen an öffentlichen Schulen. Privatschulen, freie Träger, internationale Schulen, Nachhilfe-Institute und Erwachsenenbildungseinrichtungen veröffentlichen ihre Stellen oft nur auf der eigenen Karriereseite. Wer nur LOBW, Verena oder das jeweilige Landesportal nutzt, verpasst diesen Teil des Marktes.
In welchen Bundesländern werden Lehrer am dringendsten gesucht?
Berlin hat den höchsten Bedarf und die offenste Einstellungspolitik, gefolgt von NRW, Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen. Besonders dramatisch ist die Lage in ländlichen Regionen und an Schulformen unterhalb des Gymnasiums. Bayern hat den geringsten Mangel, aber auch dort fehlen MINT- und Grundschullehrkräfte.
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