Bildung & Lehre

Lehrer Jobs finden — direkt beim Arbeitgeber

Du durchsuchst LOBW, Verena, Quer-Einstieg.de und die Schulportale der Kultusministerien — und verlierst den Überblick zwischen Beamtenstellen, Vertretungsverträgen und Privatschul-Angeboten. Dabei veröffentlichen viele freie Schulträger, internationale Schulen und Bildungseinrichtungen ihre Stellen nur auf der eigenen Karriereseite. Wer nur die offiziellen Portale durchsucht, verpasst einen großen Teil des Marktes.

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Berufsprofil: Lehrer

Lehrkräfte planen und erteilen Unterricht, beurteilen Schülerleistungen, arbeiten mit Eltern zusammen und gestalten Schulentwicklung aktiv mit. Der Beruf unterscheidet sich massiv nach Schulform: Eine Grundschullehrerin unterrichtet fächerübergreifend und betreut Kinder in der Persönlichkeitsentwicklung, ein Gymnasiallehrer vertieft sein Fach bis zum Abiturniveau, eine Berufsschullehrerin verbindet Theorie mit betrieblicher Praxis, und eine Förderschullehrkraft arbeitet mit individuellen Förderplänen und inklusiver Diagnostik.

Top 5 Aufgaben

1Unterricht planen, durchführen und nachbereiten — differenziert nach Leistungsniveau, Lerntyp und Förderbedarf
2Leistungen beurteilen: Klassenarbeiten, mündliche Noten, Lernentwicklungsberichte und Zeugnisse erstellen
3Elternarbeit: Elternsprechtage, Entwicklungsgespräche, Konfliktgespräche bei Verhaltensauffälligkeiten
4Schulentwicklung mitgestalten: Curricula weiterentwickeln, Fachkonferenzen leiten, Schulprogramm umsetzen
5Differenzierung und Inklusion: Individuelle Förderpläne erstellen, mit Sonderpädagogen und Schulbegleitern zusammenarbeiten

Typische Branchen

Öffentliche Schulen (Grundschule, Haupt-/Realschule, Gymnasium, Gesamtschule) — mit BeamtungPrivatschulen und freie Schulträger (Waldorf, Montessori, konfessionelle Schulen)Internationale Schulen (IB-Curriculum, englischsprachiger Unterricht)Berufsschulen und BerufskollegsNachhilfe-Institute und LernplattformenErwachsenenbildung und Volkshochschulen

Hard Skills

  • Fachdidaktik und Fachwissenschaft im jeweiligen Unterrichtsfach
  • Differenzierte Unterrichtsplanung (Binnendifferenzierung, kooperatives Lernen)
  • Leistungsdiagnostik und kompetenzorientierte Bewertung
  • Digitale Medien im Unterricht (Lernplattformen, Tablet-Klassen, interaktive Whiteboards)
  • Rechtliche Grundlagen: Schulgesetz, Prüfungsordnungen, Datenschutz an Schulen

Soft Skills

  • Empathie und pädagogisches Gespür für Kinder und Jugendliche
  • Classroom-Management und Umgang mit Unterrichtsstörungen
  • Kommunikation mit Eltern — auch in eskalierten Situationen
  • Belastbarkeit und Selbstfürsorge (Burnout-Prävention)
  • Teamfähigkeit im Kollegium und in multiprofessionellen Teams

Arbeitsumfeld: Unterricht im Klassenzimmer, ergänzt durch Verwaltungsarbeit (Korrekturen, Unterrichtsvorbereitung, Konferenzen). Arbeitszeit je nach Schulform 25–28 Unterrichtsstunden pro Woche plus ca. 15–20 Stunden Vor- und Nachbereitung, Konferenzen und Elternarbeit. Ferien sind teilweise durch Korrekturen, Fortbildungen und Schuljahresplanung belegt.

Arbeitsmarkt-Lage: Lehrer

Nachfrage: hochTrend: steigendFachkräftemangel

Deutschland steckt in einem extremen Lehrermangel. Laut Ständiger Wissenschaftlicher Kommission der KMK fehlen bis 2035 über 60.000 Lehrkräfte — konservativ gerechnet. Besonders dramatisch ist die Lage in MINT-Fächern (Mathematik, Physik, Informatik, Chemie), an Grundschulen und in Förderschulen. Ostdeutsche Bundesländer und ländliche Regionen sind am stärksten betroffen. Die Folge: Seiteneinstiegsprogramme werden massiv ausgebaut, Beamtung wird auch älteren Bewerbern angeboten, und die Verhandlungsposition für Lehrkräfte war nie besser.

Top-Regionen

BerlinNordrhein-WestfalenSachsenBrandenburgNiedersachsen

Berlin hat den prozentual höchsten Bedarf und die offenste Seiteneinstiegspolitik. NRW braucht aufgrund seiner Bevölkerungsgröße absolut die meisten Lehrkräfte. Sachsen und Brandenburg leiden unter Überalterung der Kollegien. Bayern hat den geringsten Mangel, aber auch dort fehlen MINT-Lehrkräfte und Grundschullehrer. Die Schweiz (besonders Zürich) und Österreich (Wien) werben aktiv deutsche Lehrkräfte ab.

Dein Weg zum Lehrer-Job

Interview als Lehrer vorbereiten

Vorstellungsgespräch als Lehrer

Typische Fragen, STAR-Methode und Tipps

Häufige Fragen zum Beruf Lehrer

Was macht eine Lehrkraft genau?

Lehrkräfte planen und erteilen Unterricht, beurteilen Schülerleistungen, führen Elterngespräche und gestalten Schulentwicklung mit. Der Beruf unterscheidet sich stark nach Schulform: Grundschullehrkräfte unterrichten fächerübergreifend, Gymnasiallehrkräfte vertiefen Fachwissen bis zum Abitur, Berufsschullehrkräfte verbinden Theorie mit betrieblicher Praxis.

Wie ist die Arbeitsmarktlage für Lehrer in Deutschland?

Der Lehrermangel ist extrem. Laut KMK fehlen bis 2035 über 60.000 Lehrkräfte. Besonders betroffen sind MINT-Fächer, Grundschulen und Förderschulen. Die Folge: Seiteneinstiegsprogramme werden ausgebaut, Beamtung wird auch älteren Bewerbern angeboten, und die Verhandlungsposition für Lehrkräfte war nie besser.

Welches Gehalt kann ich als Lehrer erwarten?

Verbeamtete Lehrkräfte verdienen je nach Schulform und Bundesland: Grundschule A12 (ca. 3.800–4.800 € brutto/Monat), Gymnasium A13 (ca. 4.200–5.400 €). Angestellte Lehrkräfte erhalten E11–E13 nach TV-L — ca. 10–15 % weniger netto als Beamte, dafür aber Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Privatschulen zahlen oft unter TV-L.

Warum finde ich auf den offiziellen Portalen nicht alle Lehrer-Stellen?

Die Stellenportale der Kultusministerien listen hauptsächlich Beamtenstellen an öffentlichen Schulen. Privatschulen, freie Träger, internationale Schulen, Nachhilfe-Institute und Erwachsenenbildungseinrichtungen veröffentlichen ihre Stellen oft nur auf der eigenen Karriereseite. Wer nur LOBW, Verena oder das jeweilige Landesportal nutzt, verpasst diesen Teil des Marktes.

In welchen Bundesländern werden Lehrer am dringendsten gesucht?

Berlin hat den höchsten Bedarf und die offenste Einstellungspolitik, gefolgt von NRW, Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen. Besonders dramatisch ist die Lage in ländlichen Regionen und an Schulformen unterhalb des Gymnasiums. Bayern hat den geringsten Mangel, aber auch dort fehlen MINT- und Grundschullehrkräfte.

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