Gesundheit & Pflege

Hospiz- und Palliativpflegekraft Jobs — direkt beim Arbeitgeber

Du suchst eine Stelle in der Hospiz- oder Palliativpflege und findest auf Jobbörsen allgemeine Pflege-Stellenanzeigen ohne klaren Palliativ-Bezug. Hospize, SAPV-Teams und Palliativstationen suchen aber gezielt nach Fachkräften mit Palliative-Care-Weiterbildung — und veröffentlichen ihre Stellen oft nur auf der eigenen Website oder über Fachverbände.

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Berufsprofil: Hospiz- und Palliativpflegekraft

Hospiz- und Palliativpflegekräfte begleiten schwerstkranke und sterbende Menschen in der letzten Lebensphase. Sie lindern Symptome (Schmerzen, Atemnot, Übelkeit), unterstützen Patienten und Angehörige psychosozial und gewährleisten eine würdevolle Sterbebegleitung. Die Arbeit erfordert eine pflegerische Grundausbildung plus die Weiterbildung Palliative Care (160 Stunden nach dem Curriculum von Kern, Müller, Aurnhammer).

Top 5 Aufgaben

1Symptomkontrolle: Schmerzmanagement, Linderung von Atemnot, Übelkeit und Angst
2Pflegerische Versorgung schwerstkranker Patienten (Grundpflege und spezialisierte Behandlungspflege)
3Psychosoziale Begleitung von Patienten und Angehörigen in der Sterbephase
4Koordination im multiprofessionellen Team (Ärzte, Seelsorge, Sozialdienst, Ehrenamtliche)
5Dokumentation und Erstellung individueller Versorgungspläne

Typische Branchen

Stationäre HospizePalliativstationen in KrankenhäusernSAPV-Teams (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung)Ambulante HospizdienstePflegeeinrichtungen mit PalliativkonzeptKinderhospize und pädiatrische Palliativteams

Hard Skills

  • Symptommanagement: Schmerztherapie (WHO-Stufenschema), Dyspnoe-Behandlung, Antiemese
  • Subkutane Infusionstherapie und Medikamentengabe über Schmerzpumpen
  • Wundversorgung bei exulzerierenden Tumoren
  • Mundpflege und Ernährung in der Sterbephase
  • Notfallmanagement bei Palliativ-Krisen (Blutung, Atemnot, terminale Unruhe)

Soft Skills

  • Emotionale Belastbarkeit und professionelle Trauerbegleitung
  • Kommunikation über Sterben und Tod mit Patienten und Angehörigen
  • Empathie ohne emotionale Erschöpfung (Selbstfürsorge)
  • Teamfähigkeit in interdisziplinären Teams mit Ärzten, Seelsorge und Ehrenamtlichen
  • Akzeptanz der eigenen Grenzen und Bereitschaft zur Supervision

Arbeitsumfeld: Hospiz: Kleine Einheiten (8–16 Betten), ruhige Atmosphäre, intensive Einzelbetreuung, Schichtdienst. Palliativstation: Klinikumfeld, akute Symptomkontrolle, kürzere Aufenthaltsdauer, interdisziplinäres Team. SAPV: Ambulante Einsätze im häuslichen Umfeld, Rufbereitschaft, eigenständiges Arbeiten, Fahrtätigkeit.

Arbeitsmarkt-Lage: Hospiz- und Palliativpflegekraft

Nachfrage: hochTrend: steigendFachkräftemangel

Die Nachfrage nach Palliativpflegekräften steigt deutlich — getrieben durch den Ausbau der SAPV (seit 2007 gesetzlicher Anspruch), die wachsende Zahl stationärer Hospize und die Integration von Palliative Care in die allgemeine Pflege. Fachkräfte mit Palliative-Care-Weiterbildung sind Mangelware — viele Hospize und SAPV-Teams können ihre Stellen nicht besetzen.

Top-Regionen

MünchenBerlinHamburgKölnFreiburg

In Großstädten ist die Dichte an Hospizen und Palliativstationen höher, aber auch die Nachfrage nach Fachkräften. In ländlichen Regionen fehlt SAPV-Personal besonders stark — hier gibt es Einstiegsprämien und oft bessere Arbeitsbedingungen als in der allgemeinen Pflege. Kinderhospize sind bundesweit selten und suchen permanent.

Dein Weg zum Hospiz- und Palliativpflegekraft-Job

Interview als Hospiz- und Palliativpflegekraft vorbereiten

Vorstellungsgespräch als Hospiz- und Palliativpflegekraft

Typische Fragen, STAR-Methode und Tipps

Häufige Fragen zum Beruf Hospiz- und Palliativpflegekraft

Was ist der Unterschied zwischen Hospiz und Palliativstation?

Hospize sind eigenständige Einrichtungen für die letzte Lebensphase — Patienten bleiben dort bis zum Tod (durchschnittlich 2–4 Wochen). Palliativstationen sind Abteilungen im Krankenhaus für akute Symptomkontrolle — Patienten werden stabilisiert und nach Hause oder ins Hospiz entlassen. Die Pflege unterscheidet sich: Hospiz betont Begleitung, Palliativstation betont Therapie.

Was verdient eine Palliativpflegekraft?

Palliativpflegekräfte verdienen wie Pflegefachkräfte nach TVöD-P ca. 3.200–4.000 € brutto/Monat. In spezialisierten Einrichtungen (SAPV-Teams, Kinderhospize) gibt es oft Zulagen von 100–300 € monatlich. Die Palliative-Care-Weiterbildung wird bei der Eingruppierung berücksichtigt und kann eine höhere Gehaltsstufe rechtfertigen.

Brauche ich eine spezielle Weiterbildung für die Palliativpflege?

Ja. Für Hospize und SAPV-Teams ist die Weiterbildung Palliative Care (160 Stunden nach dem Curriculum Kern/Müller/Aurnhammer) in der Regel Einstellungsvoraussetzung. Auf Palliativstationen im Krankenhaus wird die Weiterbildung oft während der Anstellung ermöglicht. Ohne Weiterbildung kannst du dich bewerben, aber die meisten Stellen fordern sie.

Ist die Arbeit in der Palliativpflege emotional verkraftbar?

Die emotionale Belastung ist real — du begleitest Menschen beim Sterben. Gute Arbeitgeber bieten regelmäßige Supervision, Teamreflexion und ein unterstützendes Arbeitsumfeld. Viele Palliativpflegekräfte berichten, dass die Arbeit trotz der Belastung zutiefst sinnstiftend ist. Die Personalschlüssel in Hospizen sind besser als in der allgemeinen Pflege.

Wie sieht der Arbeitsalltag in einem SAPV-Team aus?

SAPV-Teams versorgen schwerstkranke Menschen zu Hause. Du fährst zu Patienten, führst Symptomassessments durch, verabreichst Medikamente (z. B. Schmerzpumpe), berätst Angehörige und koordinierst mit Hausärzten und Pflegediensten. Rufbereitschaft (Nacht, Wochenende) gehört dazu. Das Arbeiten ist eigenständiger als auf Station.

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