Kurzdiagnose: Trifft das auf dich zu?
- 1Du weißt nicht, welches Jahresgehalt (p.a.) du nennen sollst
- 2Du hast Angst, dich unter Wert zu verkaufen
- 3Du formulierst unsicher oder entschuldigend
- 4Du nennst eine Punktzahl statt einer Spanne
- 5Du orientierst dich am aktuellen Gehalt statt am Marktwert
- 6Du berücksichtigst keine variablen Bestandteile wie Bonus oder Benefits
- 7Du verwechselst Wunschgehalt mit Schmerzgrenze und nennst direkt dein Minimum
- 8Du nennst eine Zahl, ohne zu wissen, ob sie zur Senioritätsstufe der ausgeschriebenen Rolle passt
So löst du es
- 1Recherchiere deinen Marktwert: Branche, Region, Erfahrungslevel, Unternehmensgröße
- 2Formuliere als Bruttojahresgehalt (p.a.) – das ist der Standard in Deutschland
- 3Nenne eine Spanne (z.B. 52.000–58.000 €), nicht eine einzelne Zahl
- 4Setze die Untergrenze auf dein tatsächliches Minimum, nicht darunter
- 5Vermeide Weichmacher wie „vielleicht", „ungefähr", „ich wäre auch mit weniger zufrieden"
- 6Bereite eine kurze Begründung vor: Warum ist diese Zahl gerechtfertigt?
- 7Denke in Gesamtpaketen: Grundgehalt, Bonus, Firmenwagen, betriebliche Altersvorsorge
- 8Falls dir im Gespräch neue Infos begegnen (z.B. Reisetätigkeit, Teamgröße), darfst du deine Spanne nach oben korrigieren – mit Begründung
Vorher → Nachher
Ich hätte gerne so um die 50.000 €, bin aber auch flexibel.
Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 52.000–58.000 € brutto p.a., abhängig vom Gesamtpaket.
Ich weiß nicht genau, was üblich ist, aber vielleicht 45.000 €?
Basierend auf meiner 5-jährigen Erfahrung und den marktüblichen Gehältern orientiere ich mich an 55.000–62.000 € brutto jährlich.
Netto hätte ich gerne 3.000 € im Monat.
Mein Gehaltswunsch bewegt sich bei 54.000–60.000 € brutto im Jahr. Steuerliche Details klären wir gerne im nächsten Schritt.
Ich hatte in meinem letzten Job 45.000 €, also wäre 47.000 € schon gut.
Für eine Senior-Rolle im Bereich Produktmanagement liegt meine Vorstellung bei 58.000–65.000 €, orientiert am Marktwert für diese Verantwortungsebene.
Checkliste
- Marktübliches Gehalt recherchiert (Branche, Region, Level)
- Gehaltswunsch als Spanne formuliert (nicht als Einzelzahl)
- Bruttojahresgehalt als Bezugsgröße verwendet
- Keine Weichmacher oder Entschuldigungen
- Untergrenze der Spanne ist dein echtes Minimum
- Variable Anteile und Benefits berücksichtigt
- Kurze Begründung für die Zahl vorbereitet
- Netto-/Brutto-Unterschied klar im Kopf
- Gehaltswunsch passt zur beworbenen Senioritätsstufe
- Spanne mit mindestens zwei unabhängigen Quellen abgeglichen (z.B. Kununu + Stepstone)
- Gehaltswunsch laut ausgesprochen und auf Überzeugungswirkung geprüft
Häufige Fragen
Was bedeutet Gehaltswunsch p.a.?
Soll ich mein aktuelles Gehalt nennen?
Was wenn ich keine Ahnung vom Marktwert habe?
Wie breit sollte die Gehaltsspanne sein?
Soll ich Brutto oder Netto angeben?
Was ist, wenn die Stelle keine Gehaltsspanne nennt?
Darf ich nach dem Gehaltsrahmen fragen, bevor ich meine Zahl nenne?
Was mache ich, wenn mein Gehaltswunsch über dem Marktdurchschnitt liegt?
Wie gehe ich damit um, wenn ich aus einer schlechter bezahlten Branche wechsle?
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Finde heraus, was deine Arbeit wert ist
Bevor du eine Zahl nennst, solltest du deinen Marktwert kennen. Der Entgeltcheck zeigt dir, was in deiner Position, Branche und Region realistisch ist – datenbasiert und nachvollziehbar.
- Du siehst, wo dein Gehalt im Vergleich zum Markt steht.
- Du bekommst eine fundierte Grundlage für deine Verhandlung.
- Du vermeidest, dich unter Wert zu verkaufen.
