Berufsprofil: SPS-Programmierer
SPS-Programmierer entwickeln, programmieren und parametrieren die Steuerungssoftware für industrielle Maschinen und Anlagen. Sie arbeiten mit speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS/PLC) — vor allem Siemens SIMATIC S7 und TIA Portal, aber auch Beckhoff TwinCAT, Allen-Bradley, Codesys und anderen Systemen. Die Bandbreite reicht von der Einzelmaschinensteuerung bis zur komplexen Anlagenautomatisierung mit Visualisierung (HMI/SCADA), Roboteranbindung und MES-Kopplung.
Top 5 Aufgaben
Typische Branchen
Hard Skills
- SPS-Programmierung: Siemens TIA Portal (S7-1500, S7-1200), STEP 7 (S7-300/400) — Marktstandard in DACH
- Programmiersprachen: AWL, FUP, KOP, SCL (Structured Text), CFC — idealerweise nach IEC 61131-3
- Antriebstechnik: Sinamics, SEW Movidrive, Lenze, Bosch Rexroth — Parametrierung und Inbetriebnahme
- Visualisierung: WinCC (TIA Portal), WinCC flexible, Beckhoff TwinCAT HMI, SCADA-Systeme
- Feldbus-Systeme: PROFINET, PROFIBUS, EtherCAT, EtherNet/IP, Modbus TCP
Soft Skills
- Systematische Fehlersuche: In komplexen Anlagen den Fehler isolieren, wenn alles gleichzeitig blinkt
- Kundenorientierung bei Inbetriebnahme: Technisch erklären, Schulungen durchführen, unter Zeitdruck ruhig bleiben
- Reisebereitschaft: Inbetriebnahme vor Ort beim Kunden — national und international
- Eigenständiges Arbeiten: Auf der Baustelle bist du oft allein verantwortlich für die Steuerung
- Dokumentationsfähigkeit: Schaltpläne pflegen, Software-Revisionen dokumentieren, Abnahmeprotokolle erstellen
Arbeitsumfeld: Mischung aus Büro (Programmierung, Planung) und Einsatz vor Ort (Inbetriebnahme, Störungsbeseitigung). Reiseanteil variiert stark: Im Sondermaschinenbau 30–60 % Reise (oft wochenlange Inbetriebnahmen beim Kunden), bei Anlagenbetreibern (Betriebsinstandhaltung) fast keine Reise. Arbeitszeiten können bei Inbetriebnahmen unregelmäßig sein — Abendarbeit und Wochenendarbeit kommen vor.
Arbeitsmarkt-Lage: SPS-Programmierer
SPS-Programmierer gehören zu den am stärksten nachgefragten Fachkräften in der deutschen Industrie. Die Automatisierung schreitet voran, neue Maschinen brauchen Software, bestehende Anlagen müssen modernisiert werden — aber der Nachwuchs fehlt. Besonders gesucht sind Programmierer mit Siemens-TIA-Portal-Erfahrung und Inbetriebnahme-Kompetenz. Die Verhandlungsposition für qualifizierte SPS-Programmierer ist exzellent.
Top-Regionen
Baden-Württemberg und Bayern sind Schwerpunkte für Maschinen- und Anlagenbau mit den meisten SPS-Stellen. In NRW (Ostwestfalen-Lippe) konzentrieren sich Verpackungsmaschinenbauer und Lebensmitteltechnik-Unternehmen. In der Schweiz liegen die Gehälter 40–60 % über dem deutschen Niveau. Auch ländliche Standorte mit Hidden Champions bieten exzellente Positionen.
Dein Weg zum SPS-Programmierer-Job
Quereinstieg
Wie realistisch ist der Einstieg als SPS-Programmierer ohne klassischen Werdegang? Pfade, Zeitaufwand und was wirklich zählt.
Stellenanzeigen richtig lesen
Was Anforderungen in SPS-Programmierer-Stellenanzeigen wirklich bedeuten — und wann du dich trotzdem bewerben solltest.
Zertifikate & Qualifikationen
Welche Zertifizierungen für SPS-Programmierer wirklich zählen — sortiert nach Relevanz für den Arbeitsmarkt.
Interview als SPS-Programmierer vorbereiten
Typische Fragen, STAR-Methode und Tipps
Häufige Fragen zum Beruf SPS-Programmierer
Was verdient ein SPS-Programmierer in Deutschland?
Einsteiger starten bei 40.000–48.000 Euro brutto/Jahr. Mit 3–5 Jahren Erfahrung und Siemens-TIA-Kompetenz sind 50.000–65.000 Euro realistisch. Erfahrene Programmierer mit Inbetriebnahme-Erfahrung und Spezialisierung (Robotik, Safety, SCADA) erreichen 65.000–80.000+ Euro. Im Sondermaschinenbau gibt es oft zusätzliche Reisepauschalen.
Welches SPS-System ist am gefragtesten?
Siemens SIMATIC (TIA Portal mit S7-1500/1200) dominiert den DACH-Markt mit 60–70 % Marktanteil. Beckhoff TwinCAT wächst stark, besonders im Sondermaschinenbau und in der Verpackungsindustrie. Allen-Bradley (Rockwell) ist relevant bei US-amerikanischen Konzernen mit DACH-Standorten. Codesys-basierte Systeme finden sich bei kleineren Steuerungsherstellern.
Wie werde ich SPS-Programmierer?
Typischer Weg: Ausbildung als Elektroniker für Automatisierungstechnik oder Mechatroniker, dann Spezialisierung in der SPS-Programmierung. Alternativ: Studium Elektrotechnik/Automatisierungstechnik. Quereinsteiger aus der Elektrotechnik schaffen den Einstieg über Siemens-Schulungen (SITRAIN) und Praxiserfahrung an realen Anlagen.
Wie viel Reise gehört zum SPS-Programmierer-Job?
Das hängt stark vom Arbeitgeber ab. Maschinenbauer: 30–60 % Reise (Inbetriebnahme beim Kunden, national und international). Anlagenbetreiber (z. B. Chemie, Pharma, Automotive): fast keine Reise, du arbeitest an den hauseigenen Anlagen. Ingenieurdienstleister: wechselnde Kundeneinsätze. Kläre den Reiseanteil im Erstgespräch.
Ist SPS-Programmierung noch zukunftssicher?
Absolut — die Automatisierung nimmt zu, nicht ab. Neue Trends (Industrie 4.0, IoT, digitale Zwillinge) erfordern SPS-Programmierer mit zusätzlichen Kompetenzen in OPC UA, MQTT, MES-Anbindung und Cloud-Konnektivität. SPS-Programmierer, die klassische Steuerungstechnik mit IT-Verständnis verbinden, sind die gefragtesten Fachkräfte der Branche.
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