Berufsprofil: Immobilienmakler
Immobilienmakler:innen vermitteln Kauf- und Mietobjekte zwischen Eigentümern und Interessenten. Die Arbeit umfasst Objektakquise, Marktbewertung, Exposé-Erstellung, Besichtigungen, Vertragsverhandlungen und die Begleitung bis zum Notartermin. Neben dem klassischen Wohnungsmakler gibt es Spezialisierungen in Gewerbeimmobilien, Anlageimmobilien und Projektvertrieb. Seit 2020 gilt das Bestellerprinzip auch beim Immobilienkauf (geteilte Provision), was die Branche stark verändert hat.
Top 5 Aufgaben
Typische Branchen
Hard Skills
- Immobilienbewertung: Vergleichswertverfahren, Ertragswertverfahren, Sachwertverfahren
- Kenntnisse im Makler- und Baurecht (§34c GewO, BGB, WoVermRG, GEG)
- Exposé-Erstellung: Fotografie, Grundriss-Tools, Immobilien-Software (FlowFact, onOffice, Propstack)
- Finanzierungswissen: Grundlagen der Baufinanzierung, Eigenkapitalquote, Bonität
- Vertragsrecht: Maklervertrag, Kaufvertrag, Mietrecht-Grundlagen
Soft Skills
- Vertriebsstärke und Akquisitionsfähigkeit — die Objektakquise ist der Kern des Geschäfts
- Verhandlungsgeschick zwischen Käufer- und Verkäuferinteressen
- Vertrauenswürdigkeit und seriöses Auftreten — Kunden vertrauen dir beim größten Investment ihres Lebens
- Netzwerk-Kompetenz: Kontakte zu Notaren, Banken, Gutachtern, Handwerkern aufbauen und pflegen
- Selbstorganisation und Zeitmanagement bei parallelen Objekten und Terminen
Arbeitsumfeld: Mix aus Büro, Außenterminen (Besichtigungen, Akquise) und Homeoffice. Arbeitszeiten flexibel, aber oft auch abends und am Wochenende (Besichtigungstermine). Dienstwagen bei angestellten Maklern üblich. Hohe Eigenverantwortung, in der Regel ergebnisorientierte Vergütung (Fixum + Provision).
Arbeitsmarkt-Lage: Immobilienmakler
Der Immobilienmarkt in der DACH-Region hat sich nach dem Zinsanstieg 2022/2023 normalisiert. Die Transaktionsvolumina sind gesunken, was die Nachfrage nach Maklern dämpft. Gleichzeitig verlassen unerfahrene Makler den Markt, was für qualifizierte Profis Chancen schafft. Gewerbeimmobilienmakler und Anlageimmobilien-Spezialisten sind stabiler nachgefragt als Wohnungsmakler. Der Trend zur Professionalisierung (IHK-Sachkunde, Weiterbildungspflicht) stärkt die Position qualifizierter Makler.
Top-Regionen
Die großen Immobilienmärkte München, Hamburg, Frankfurt und Berlin bieten die meisten Makler-Stellen — dort sind die Transaktionsvolumina am höchsten. Düsseldorf und Köln haben eine starke Gewerbeimmobilien-Landschaft. In der Schweiz (Zürich, Genf) liegen die Provisionen und Gehälter deutlich höher. In ländlichen Regionen dominieren kleine, inhabergeführte Maklerbüros.
Dein Weg zum Immobilienmakler-Job
Quereinstieg
Wie realistisch ist der Einstieg als Immobilienmakler ohne klassischen Werdegang? Pfade, Zeitaufwand und was wirklich zählt.
Stellenanzeigen richtig lesen
Was Anforderungen in Immobilienmakler-Stellenanzeigen wirklich bedeuten — und wann du dich trotzdem bewerben solltest.
Zertifikate & Qualifikationen
Welche Zertifizierungen für Immobilienmakler wirklich zählen — sortiert nach Relevanz für den Arbeitsmarkt.
Interview als Immobilienmakler vorbereiten
Typische Fragen, STAR-Methode und Tipps
Häufige Fragen zum Beruf Immobilienmakler
Was macht ein Immobilienmakler genau?
Immobilienmakler:innen vermitteln Kauf- und Mietobjekte. Die Arbeit umfasst Objektakquise (Eigentümer gewinnen), Marktbewertung, Exposé-Erstellung, Besichtigungen, Interessenten-Qualifizierung (Finanzierbarkeit prüfen) und Begleitung des Kaufprozesses bis zum Notartermin. Die Vergütung erfolgt über Provision — in Deutschland 3–3,57 % des Kaufpreises je Seite.
Brauche ich eine Ausbildung, um Immobilienmakler zu werden?
Eine spezifische Ausbildung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Du brauchst eine Gewerbeerlaubnis nach §34c GewO (Voraussetzung: Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse). Die IHK-Sachkundeprüfung Immobiliardarlehensvermittlung ist für bestimmte Tätigkeiten Pflicht. Eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann/frau oder die IHK-Weiterbildung Immobilienfachwirt sind empfohlen, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben.
Was verdient ein Immobilienmakler?
Die Spanne ist enorm. Angestellte Makler mit Festgehalt starten bei 36.000–48.000 EUR brutto/Jahr plus Provision. Erfahrene Makler in guten Märkten verdienen 70.000–120.000 EUR (inkl. Provision). Im Gewerbeimmobilienbereich und Premium-Segment sind 100.000–200.000+ EUR möglich. Reine Provisionsmodelle ohne Fixum bergen hohes Risiko, besonders für Einsteiger.
Wie hat sich der Immobilienmarkt 2024/2025 verändert?
Der Zinsanstieg hat den Markt abgekühlt: Weniger Transaktionen, längere Vermarktungszeiten, niedrigere Preise in vielen Regionen. Für Makler bedeutet das: Die Akquise wird wichtiger, die Beratungskompetenz steigt im Wert, und die Schwachen verlassen den Markt. Professionelle Makler mit Marktwissen und Bestandskunden profitieren langfristig.
Warum finde ich auf Jobbörsen nicht die besten Makler-Stellen?
Was auf Jobbörsen dominiert, sind oft Franchise-Angebote (Engel & Völkers, RE/MAX), Strukturvertriebe oder Pseudo-Selbstständigkeit ohne Festgehalt. Seriöse Maklerhäuser und Projektentwickler suchen angestellte Makler gezielt über ihre Karriereseiten oder Headhunter. Direkt bei den etablierten Immobilienunternehmen zu suchen, ist der effektivere Weg.
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