Zertifizierungen im Überblick
Curriculum Implantologie (DGI, DGZI oder BDO)
Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI) / DGZI / BDO
Implantologie ist die umsatzstärkste Spezialisierung in der Zahnmedizin. Das Curriculum (ca. 200 Stunden) qualifiziert für die Planung und Insertion von Implantaten. In Praxen mit Implantologie ist das Curriculum oft Einstellungsvoraussetzung — und die Grundlage für hohe Eigenumsätze.
ca. 8.000–15.000 € (Gesamtcurriculum inkl. Hands-on-Kurse)
ca. 200 Stunden, verteilt auf 1,5–2 Jahre (Wochenendkurse)
Zahnärztliche Approbation + idealerweise chirurgische Grundkenntnisse
Fachzahnarzt für Oralchirurgie / MKG-Chirurgie
Zahnärztekammern (Oralchirurgie) / Ärztekammern (MKG)
Die Fachzahnarzt-Weiterbildung Oralchirurgie (4 Jahre) qualifiziert für komplexe chirurgische Eingriffe (Weisheitszähne, Implantate, Knochenaufbau). MKG-Chirurgie erfordert zusätzlich die ärztliche Approbation. Beide Fachzahnarztbezeichnungen sind hochlukrativ und stark nachgefragt.
Im Rahmen der Weiterbildungsstelle (Prüfungsgebühr ca. 500–1.000 €)
4 Jahre (Oralchirurgie) bzw. 5 Jahre (MKG, erfordert doppelte Approbation)
Zahnärztliche Approbation + Weiterbildungsstelle in zugelassener Einrichtung
Zertifizierung Endodontie (DGET / APW)
Deutsche Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET) / APW
Endodontie (Wurzelkanalbehandlung) mit modernen Techniken (OP-Mikroskop, NiTi-Feilen, MTA) ist ein wachsendes Feld mit hohen Privathonoraren. Die Spezialisierung hebt dich von der Standardversorgung ab und ermöglicht Überweisungen von Kollegen.
ca. 5.000–10.000 € (Curriculum + Hands-on-Kurse)
ca. 150–200 Stunden über 1–2 Jahre
Zahnärztliche Approbation + Berufserfahrung empfohlen
Curriculum Parodontologie (DG PARO / APW)
Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) / APW
Parodontitis ist die häufigste chronische Erkrankung im Erwachsenenalter. Seit der Parodontitis-Richtlinie 2021 sind strukturierte Parodontalbehandlungen GKV-Leistung — ein wachsendes Behandlungsfeld mit Abrechnungspotenzial.
ca. 4.000–8.000 € (Curriculum)
ca. 120–160 Stunden über 1–1,5 Jahre
Zahnärztliche Approbation
Zertifizierung Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ)
Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ)
Ästhetische Zahnheilkunde (Veneers, Bleaching, Composite-Bonding) ist ein reines Privatleistungs-Feld mit hohen Margen. Die Spezialisierung zieht zahlungskräftige Patienten an und ist besonders in Großstädten lukrativ.
ca. 3.000–6.000 € (Kursreihe)
ca. 100–150 Stunden über 1–2 Jahre
Zahnärztliche Approbation + Grundkenntnisse in Prothetik und Adhäsivtechnik
Fachkunde Digitale Volumentomographie (DVT)
Zahnärztekammern / Strahlenschutzkursanbieter
DVT (3D-Röntgen) ist zunehmend Standard in der Implantologie und Oralchirurgie. Die Fachkunde ist gesetzliche Voraussetzung für die eigenständige Befundung von DVT-Aufnahmen. In Praxen mit DVT-Gerät ein Muss — insgesamt aber eine schnell erworbene Qualifikation.
ca. 500–1.200 € (Kurs + Prüfung)
2–3 Tage (Kurs) + Nachweis von Befundungen unter Aufsicht
Zahnärztliche Approbation + Fachkunde Röntgen
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Zeugnisse & Referenzen: Was zählt
Wichtige Tätigkeitsnachweise im Zeugnis
Positive Formulierungen
Red-Flag-Formulierungen
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Häufige Fragen zu Zahnarzt-Zertifikaten
Welche Spezialisierung lohnt sich für Zahnärzte am meisten?
Finanziell: Implantologie (höchste Privathonorare und Eigenumsätze). Karrieretechnisch: Fachzahnarzt Oralchirurgie (starke Nachfrage, wenige Spezialisten). Für Work-Life-Balance: Kieferorthopädie (planbare Termine, weniger Notfälle). Die Wahl hängt von deinen Präferenzen und dem Praxiskonzept ab.
Wie teuer ist das Implantologie-Curriculum?
Das Implantologie-Curriculum (DGI oder DGZI) kostet ca. 8.000–15.000 € inklusive Hands-on-Kurse und wird über 1,5–2 Jahre absolviert. Die Investition amortisiert sich schnell: Ein Implantat bringt der Praxis 2.000–5.000 € Umsatz. Manche Arbeitgeber finanzieren das Curriculum gegen eine Bindungsvereinbarung.
Brauche ich die DVT-Fachkunde?
Wenn du in einer Praxis mit DVT-Gerät arbeitest und eigenständig 3D-Aufnahmen befunden willst: ja. Die Fachkunde ist gesetzlich vorgeschrieben. Der Kurs dauert 2–3 Tage und kostet ca. 500–1.200 €. In der Implantologie und Oralchirurgie ist DVT zunehmend Standard — die Fachkunde ist eine lohnende Investition.
Lohnt sich der Fachzahnarzt für Oralchirurgie?
Ja, wenn du chirurgisch arbeiten willst. Die 4-jährige Weiterbildung qualifiziert für komplexe Eingriffe (Knochenaugmentation, Sinuslift, Weisheitszahn-OPs unter Narkose). Oralchirurgen sind stark nachgefragt und verdienen überdurchschnittlich. Die Weiterbildung erfolgt im Rahmen einer Anstellung — keine zusätzlichen Kosten.
Welche Fortbildungen werden von Arbeitgebern finanziert?
In inhabergeführten Praxen: individuell verhandelbar, oft 2.000–5.000 €/Jahr Fortbildungsbudget. In Z-MVZ: häufig strukturierte Fortbildungsprogramme mit internen Curricula. Große Ketten finanzieren oft die Implantologie-Fortbildung gegen Bindungsvereinbarung (2–3 Jahre). Verhandle das Fortbildungsbudget im Vorstellungsgespräch.
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