Kaufmännische Berufe

Speditionskaufmann/-frau Jobs finden — direkt beim Arbeitgeber

Du suchst auf Jobbörsen nach Speditionsstellen und findest vor allem generische Disponenten-Anzeigen oder Stellen bei Zeitarbeitsfirmen. Die attraktiven Positionen — Seefracht-Disponenten, Zollspezialisten, Logistikkoordinatoren bei internationalen Speditionen — veröffentlichen die Unternehmen oft nur auf der eigenen Karriereseite. Wer nur Jobbörsen nutzt, verpasst die besten Arbeitgeber der Branche.

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Berufsprofil: Speditionskaufmann/-frau

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung (ehemals Speditionskaufmann/-frau) organisieren den Transport von Waren — per Lkw, Schiff, Flugzeug oder Bahn. Sie planen Transportketten, kalkulieren Frachtraten, wickeln Zollformalitäten ab und koordinieren Lagerlogistik. Der Beruf ist international ausgerichtet und bietet vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten: von der nationalen Stückgut-Disposition über Seefracht und Luftfracht bis zur Kontraktlogistik.

Top 5 Aufgaben

1Disposition: Transporte planen, Frachtführer beauftragen, Laderaum optimieren, Routen festlegen
2Zollabwicklung: Import- und Exportdokumente erstellen, Zollanmeldungen abgeben, Präferenzkalkulationen durchführen
3Frachtabrechnung: Frachtraten kalkulieren, Angebote erstellen, Rechnungen prüfen, Transportschäden regulieren
4Kundenbetreuung: Logistiklösungen entwickeln, Sendungsverfolgung koordinieren, Reklamationen bearbeiten
5Lagerlogistik: Warenannahme und -ausgabe steuern, Bestandsmanagement, Kommissionierung koordinieren

Typische Branchen

Internationale Speditionen (Kühne+Nagel, DB Schenker, DHL Global Forwarding, DSV)Nationale Speditionen und Stückgut-Kooperationen (Dachser, Hellmann, Rhenus)Reedereien und Seefracht-Agenten (Hapag-Lloyd, MSC, Maersk)Luftfracht-Spediteure und Airlines-Cargo (Lufthansa Cargo, Air Cargo)Logistikdienstleister und Kontraktlogistiker (Fiege, BLG, Loxxess)Zollagenten und Zolldienstleister

Hard Skills

  • Transport Management Systeme (TMS): CarLo, Scope, AEB, WinSped
  • Zollrecht: UZK (Unionszollkodex), Zolltarifnummern, Incoterms, Exportkontrolle
  • Frachtberechnung und Tarifkunde (Lkw, See, Luft, Bahn)
  • MS Office (Excel für Kalkulation und Auswertung, Word für Dokumente)
  • Englisch auf Verhandlungsniveau (internationale Logistik ist englischsprachig)

Soft Skills

  • Stressresistenz — Disposition erfordert schnelle Entscheidungen bei unvorhergesehenen Ereignissen
  • Verhandlungsgeschick mit Frachtführern, Reedereien und Kunden
  • Organisationstalent für die parallele Koordination mehrerer Transporte
  • Interkulturelle Kompetenz für die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern
  • Problemlösungskompetenz — wenn ein Transport stockt, musst du Alternativen finden

Arbeitsumfeld: Büro, oft in Logistikzentren oder Umschlagterminals. Arbeitszeiten je nach Bereich: Disposition oft Schichtbetrieb (Seefracht, Luftfracht), Zollabteilung und Vertrieb reguläre Bürozeiten. Homeoffice zunehmend möglich, aber in der operativen Disposition noch selten. Internationale Kommunikation in Englisch ist Alltag.

Arbeitsmarkt-Lage: Speditionskaufmann/-frau

Nachfrage: hochTrend: stabilFachkräftemangel

Die Logistikbranche wächst und sucht Fachkräfte — besonders Disponenten, Zollspezialisten und Projektlogistiker. Der Fachkräftemangel betrifft vor allem mittelständische Speditionen, die weniger sichtbar sind als die Großkonzerne. E-Commerce und globale Lieferketten treiben die Nachfrage. Speditionskaufleute mit Zollkenntnissen und internationaler Erfahrung werden besonders aktiv gesucht.

Top-Regionen

HamburgBremen/BremerhavenFrankfurt am MainDüsseldorfMünchen

Hamburg und Bremen sind die wichtigsten Hafenstandorte — hier konzentrieren sich Seefracht, Zoll und internationale Spedition. Frankfurt am Main ist der Luftfracht-Hub (Fraport). Düsseldorf und Köln haben eine starke Landverkehr-Logistik (Rhenus, Hellmann, Dachser). München profitiert von der Industrielogistik (Automotive, Maschinenbau).

Dein Weg zum Speditionskaufmann/-frau-Job

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Vorstellungsgespräch als Speditionskaufmann/-frau

Typische Fragen, STAR-Methode und Tipps

Häufige Fragen zum Beruf Speditionskaufmann/-frau

Was macht ein Speditionskaufmann genau?

Speditionskaufleute organisieren den Transport von Waren — per Lkw, Schiff, Flugzeug oder Bahn. Sie planen Transportketten, disponieren Frachtführer, wickeln Zollformalitäten ab und kalkulieren Frachtraten. Je nach Spezialisierung arbeiten sie in der nationalen Disposition, im Seefrachtbereich, in der Luftfracht, im Zoll oder in der Kontraktlogistik.

Wie ist die Arbeitsmarktlage für Speditionskaufleute?

Die Nachfrage ist hoch und steigend — E-Commerce und globale Lieferketten treiben das Wachstum. Besonders gefragt sind Zollspezialisten, Seefracht-Disponenten und Projektlogistiker. Der Fachkräftemangel ist bei mittelständischen Speditionen am stärksten. Wer Zollkenntnisse und Englisch mitbringt, hat hervorragende Chancen.

Welches Gehalt kann ich als Speditionskaufmann erwarten?

Berufseinsteiger starten bei 28.000–34.000 EUR brutto/Jahr. Mit 3–5 Jahren Erfahrung sind 36.000–45.000 EUR realistisch. Disponenten und Zollspezialisten verdienen 40.000–52.000 EUR. Seefracht-Spezialisten und Projektlogistiker liegen bei 48.000–60.000 EUR. In internationalen Großspeditionen (Kühne+Nagel, Schenker) sind die Gehälter am höchsten.

Was unterscheidet nationale und internationale Spedition?

Nationale Spedition (Landverkehr) umfasst Lkw-Transporte innerhalb Deutschlands: Stückgut, Teilladung, Komplettladung. Internationale Spedition ergänzt See- und Luftfracht, Zollabwicklung und multimodale Transportketten. Internationale Spedition erfordert Englisch, Zollkenntnisse und interkulturelle Kompetenz — ist aber auch vielfältiger und besser bezahlt.

Warum finde ich auf Jobbörsen nicht die besten Speditionsstellen?

Viele mittelständische Speditionen — oft Familienunternehmen mit 50–500 Mitarbeitern — schalten keine Anzeigen auf überregionalen Jobbörsen. Sie veröffentlichen auf der eigenen Website oder in Fachmedien (DVZ, Verkehrsrundschau). Wer nur StepStone nutzt, sieht vor allem die Großkonzerne und Zeitarbeitsfirmen.

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