Zertifizierungen im Überblick
Krisenkommunikations-Seminar (DPRG, Quadriga, Akademie für Publizistik)
DPRG, Quadriga Hochschule Berlin, Akademie für Publizistik Hamburg, Kommunikationsakademie
Krisenkommunikation ist die Königsdisziplin für Pressesprecher. Spezialseminare vermitteln Krisenplanung, Holding Statements, Darksite-Konzepte, Medienrecht in der Krise und simulieren realistische Krisenszenarien. Ein solcher Nachweis ist besonders wertvoll, wenn du noch keine reale Krisenerfahrung hast — er zeigt Vorbereitung und professionellen Anspruch.
ca. 800–2.500 Euro (je nach Anbieter, 1–3 Tage)
1–3 Tage (Intensivseminar mit Krisenübung)
PR-Berufserfahrung empfohlen; keine formalen Voraussetzungen
Professionelles Medientraining / Kameratraining
Verschiedene Anbieter (Media Workshop, Kommunikationsakademie, private Medientrainer)
Medientraining bereitet dich auf das Kerngeschäft des Pressesprechers vor: Interviews geben, Pressekonferenzen leiten, O-Töne formulieren, vor Kameras souverän auftreten. Ein professionelles Medientraining mit Videoanalyse ist für jeden angehenden Pressesprecher Pflicht — es zeigt Stärken und Schwächen im persönlichen Auftreten.
ca. 500–2.000 Euro (Einzel-/Gruppentraining)
1–2 Tage (Intensivtraining mit Videoanalyse)
Keine — empfohlen für alle, die Sprecherfunktion anstreben
DPRG-Akkreditierung (Geprüfter PR-Berater/DPRG)
Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG)
Die DPRG-Akkreditierung ist das angesehenste Qualitätssiegel für PR-Profis in Deutschland. Für Pressesprecher signalisiert sie professionellen Anspruch und breite PR-Kompetenz. Besonders wertvoll für den Aufstieg in leitende Sprecherfunktionen und für Quereinsteiger, die formale PR-Qualifikation nachweisen wollen.
DPRG-Mitgliedschaft: ca. 300–500 Euro/Jahr; Akkreditierungsprüfung: ca. 500–800 Euro
Prüfungsvorbereitung: 3–6 Monate; Prüfung: 1–2 Tage
Mehrjährige PR-Berufserfahrung oder abgeschlossenes Kommunikationsstudium
DAPR-Weiterbildung (Deutsche Akademie für Public Relations)
Deutsche Akademie für Public Relations (DAPR), Düsseldorf
Die DAPR bietet die anerkannteste berufsbegleitende PR-Weiterbildung in Deutschland. Für angehende Pressesprecher ohne Kommunikationsstudium ist sie ein effektiver Weg, formale PR-Qualifikation nachzuweisen. Die Module decken Kommunikationsstrategie, Medienarbeit und Krisenkommunikation ab.
ca. 3.000–6.000 Euro (je nach Programm)
12–18 Monate (berufsbegleitend)
Keine formalen Voraussetzungen; Berufserfahrung empfohlen
Presserecht-Seminar (DJV, DPRG, Journalismus-Akademien)
DJV, DPRG, Akademie für Publizistik, FH/Uni-Weiterbildungen
Pressesprecher müssen Presserecht anwenden: Auskunftspflicht, Gegendarstellungsrecht, Unterlassungsansprüche, Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht. Ein Presserecht-Seminar vermittelt die rechtlichen Grundlagen, die im Tagesgeschäft und besonders in Krisensituationen unverzichtbar sind.
ca. 200–800 Euro
1–2 Tage
Keine — für Pressesprecher und PR-Manager auf allen Erfahrungsstufen relevant
In Stellenanzeigen wird oft „PMP wünschenswert“ oder „Zertifizierung erforderlich“ formuliert — aber was davon ist wirklich Muss? Unser Stellenanzeigen-Decoder entschlüsselt die Anforderungen.
Zeugnisse & Referenzen: Was zählt
Wichtige Tätigkeitsnachweise im Zeugnis
Positive Formulierungen
Red-Flag-Formulierungen
Du überlegst den Quereinstieg ins Projektmanagement? Unser Guide Quereinstieg als Pressesprecher zeigt dir, welche Zertifizierungen für deinen Hintergrund am sinnvollsten sind.
Du hast bereits Zertifizierungen und Erfahrung? Der Talent Report analysiert, wie deine Qualifikationen bei Arbeitgebern ankommen — und wo du noch nachlegen kannst.
Häufige Fragen zu Pressesprecher-Zertifikaten
Brauche ich als Pressesprecher Zertifikate?
Erfahrung und Medienkompetenz zählen mehr als Zertifikate. Allerdings: Ein professionelles Medientraining ist für jeden angehenden Pressesprecher Pflicht. Krisenkommunikations-Seminare zeigen Professionalität und Vorbereitung. Die DPRG-Akkreditierung ist ein Qualitätssiegel für erfahrene PR-Profis.
Ist ein Medientraining wirklich nötig?
Ja — auch erfahrene Kommunikationsprofis profitieren von professionellem Kameratraining und Interview-Simulation. Die Videoanalyse des eigenen Auftritts zeigt Stärken und Schwächen, die man selbst nicht wahrnimmt. Vor dem ersten öffentlichen Auftritt als Sprecher ist ein Medientraining unverzichtbar. Kosten: 500–2.000 Euro für ein 1–2-tägiges Training.
Lohnt sich ein Krisenkommunikations-Seminar?
Für angehende und aktive Pressesprecher: unbedingt. Krisenkommunikation kann man nicht nur theoretisch lernen — die simulierten Krisenübungen in guten Seminaren bereiten auf reale Situationen vor. Arbeitgeber schätzen den Nachweis. Besonders wertvoll, wenn du noch keine reale Krisenerfahrung hast.
Was bringt die DPRG-Mitgliedschaft für Pressesprecher?
Zugang zum wichtigsten PR-Netzwerk in Deutschland, Fortbildungen, Branchenveranstaltungen und die Möglichkeit zur Akkreditierung. Für Pressesprecher ist das DPRG-Netzwerk besonders wertvoll, weil es Kontakte zu Kommunikationschefs, Headhuntern und Branchenkollegen bietet. Die Mitgliedschaft signalisiert professionellen Anspruch.
Welche Weiterbildung hat den größten Impact für Pressesprecher?
Für den Einstieg in die Sprecherrolle: professionelles Medientraining (Kameratauglichkeit, Interview-Souveränität). Für den Karriereaufstieg: Krisenkommunikations-Seminar (die bestbezahlte und meistgesuchte Kompetenz). Für formale Qualifikation: DPRG-Akkreditierung oder DAPR-Weiterbildung. Für den Alltag: Presserecht-Grundlagen.
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