Zertifizierungen im Überblick
DAPR-Weiterbildung (Deutsche Akademie für Public Relations)
Deutsche Akademie für Public Relations (DAPR), Düsseldorf
Die DAPR bietet die anerkannteste berufsbegleitende PR-Weiterbildung in Deutschland. Das Programm deckt alle Kernbereiche ab: Kommunikationsstrategie, Medienarbeit, Krisenkommunikation, digitale PR. Für Quereinsteiger ohne Kommunikationsstudium ist die DAPR-Weiterbildung der effektivste Weg, um formale PR-Qualifikation nachzuweisen.
ca. 3.000–6.000 Euro (je nach Programm und Umfang)
12–18 Monate (berufsbegleitend, Wochenend-Module)
Keine formalen Voraussetzungen; Berufserfahrung in verwandten Bereichen empfohlen
DPRG-Akkreditierung (Deutsche Public Relations Gesellschaft)
Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG)
Die DPRG ist der wichtigste Berufsverband für PR-Fachleute in Deutschland. Die DPRG-Akkreditierung (geprüfter PR-Berater/DPRG) bescheinigt professionelle PR-Kompetenz und wird von Arbeitgebern als Qualitätssiegel anerkannt. Für Quereinsteiger ist sie ein starker Nachweis formaler PR-Qualifikation.
DPRG-Mitgliedschaft: ca. 300–500 Euro/Jahr; Akkreditierungsprüfung: ca. 500–800 Euro
Prüfungsvorbereitung: 3–6 Monate (berufsbegleitend); Prüfung: 1–2 Tage
Mehrjährige PR-Berufserfahrung oder abgeschlossenes Kommunikationsstudium
PZOK — Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der Kommunikationswirtschaft
PZOK (getragen von DPRG, BdP, GPRA)
Die PZOK-Zertifizierung ist der branchenweite Qualitätsstandard für PR-Fachleute in Deutschland. Sie wird von den drei großen Verbänden (DPRG, BdP, GPRA) getragen und prüft PR-Kompetenz auf verschiedenen Karrierestufen. Die Zertifizierung wird zunehmend als Äquivalent zu einem PR-Studienabschluss anerkannt.
Prüfungsgebühren: ca. 600–1.200 Euro (je nach Stufe)
Prüfungsvorbereitung: 3–6 Monate; Prüfung: 1–2 Tage
Berufserfahrung in der Kommunikation (Dauer abhängig von Zertifizierungsstufe)
Krisenkommunikations-Seminar (DPRG, Quadriga, Akademie für Publizistik)
DPRG, Quadriga Hochschule Berlin, Akademie für Publizistik Hamburg
Krisenkommunikation ist die bestbezahlte PR-Disziplin und wird von Arbeitgebern hoch geschätzt. Spezialseminare vermitteln Krisenplanung, Darksite-Konzepte, Holding Statements und Medientraining. Ein Nachweis ist besonders wertvoll für PR-Manager, die in senior Positionen aufsteigen wollen.
ca. 500–2.000 Euro (je nach Anbieter und Dauer)
1–3 Tage (Intensivseminar)
PR-Berufserfahrung empfohlen, keine formalen Voraussetzungen
Google Analytics Zertifizierung
Google (über Google Skillshop)
PR-Manager müssen zunehmend die Wirkung ihrer Kommunikation messen. Google Analytics hilft bei der Analyse von Website-Traffic durch PR-Maßnahmen (Pressemitteilungen, Earned Media, Content). Die Zertifizierung ist kostenlos und signalisiert datengetriebenes Arbeiten — ein Differenzierungsmerkmal gegenüber traditionellen PR-Profis.
Kostenlos
ca. 10–15 Stunden (Online-Kurs + Prüfung)
Keine — Grundverständnis für Webanalyse empfohlen
Medienmonitoring-Zertifizierung (Meltwater, Cision Academy)
Meltwater, Cision (jeweilige Online-Academies)
Medienmonitoring ist tägliches Handwerk in der PR. Die Plattformen Meltwater und Cision bieten Online-Kurse und Zertifikate, die den professionellen Umgang mit Medienbeobachtung, Analyse und Reporting nachweisen. Die Kurse sind oft kostenlos für Nutzer der Plattform und leicht absolvierbar.
Kostenlos (für Plattformnutzer) oder ca. 50–200 Euro
ca. 5–10 Stunden (Online-Kurs)
Keine
In Stellenanzeigen wird oft „PMP wünschenswert“ oder „Zertifizierung erforderlich“ formuliert — aber was davon ist wirklich Muss? Unser Stellenanzeigen-Decoder entschlüsselt die Anforderungen.
Zeugnisse & Referenzen: Was zählt
Wichtige Tätigkeitsnachweise im Zeugnis
Positive Formulierungen
Red-Flag-Formulierungen
Du überlegst den Quereinstieg ins Projektmanagement? Unser Guide Quereinstieg als PR-Manager zeigt dir, welche Zertifizierungen für deinen Hintergrund am sinnvollsten sind.
Du hast bereits Zertifizierungen und Erfahrung? Der Talent Report analysiert, wie deine Qualifikationen bei Arbeitgebern ankommen — und wo du noch nachlegen kannst.
Häufige Fragen zu PR-Manager-Zertifikaten
Brauche ich als PR-Manager Zertifikate?
Erfahrung und nachweisbare Medienarbeit zählen mehr als Zertifikate. Für Quereinsteiger ist die DAPR-Weiterbildung der effektivste Weg, um formale PR-Qualifikation nachzuweisen. Die DPRG-Akkreditierung und PZOK-Zertifizierung sind Qualitätssiegel für erfahrene PR-Profis. Krisenkommunikations-Seminare sind für den Karriereaufstieg besonders wertvoll.
Lohnt sich die DAPR-Weiterbildung?
Für Quereinsteiger ohne Kommunikationsstudium: ja. Die DAPR-Weiterbildung ist die anerkannteste berufsbegleitende PR-Qualifikation in Deutschland. Sie kompensiert ein fehlendes Fachstudium und bietet ein gutes Netzwerk. Für Absolventen eines Kommunikationsstudiums ist sie weniger nötig — hier bringen Spezialseminare (Krise, Digital-PR) mehr.
Was bringt die DPRG-Mitgliedschaft?
Netzwerk zu PR-Fachleuten, Zugang zu Veranstaltungen und Fortbildungen, die Möglichkeit zur Akkreditierung als „geprüfter PR-Berater/DPRG" und Sichtbarkeit im Berufsverband. Die DPRG ist das Pendant zum DJV für Journalisten — eine Mitgliedschaft signalisiert professionellen Anspruch. Besonders für Freelancer und Agenturinhaber ist sie wertvoll.
Brauche ich Google-Analytics-Kenntnisse für PR?
Zunehmend ja. Moderne PR misst die Wirkung von Kommunikation auch digital: Wie viel Traffic generieren Presseberichte? Welche Themen resonieren online? Google-Analytics-Grundkenntnisse zeigen datengetriebenes Arbeiten und heben dich von traditionellen PR-Managern ab. Die Zertifizierung ist kostenlos und in 10–15 Stunden machbar.
Welche Weiterbildung hat den größten Impact für PR-Manager?
Für den Quereinstieg: DAPR-Weiterbildung als formale Basis. Für den Karriereaufstieg: Krisenkommunikations-Seminar (die bestbezahlte PR-Disziplin). Für die Zukunftsfähigkeit: Digital-PR und Datenanalyse. Für Netzwerk und Sichtbarkeit: DPRG-Mitgliedschaft und aktive Teilnahme an Branchenevents.
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