Produktion & Fertigung

Fachkraft für Arbeitssicherheit Jobs finden — direkt beim Arbeitgeber

Du suchst eine Stelle als Fachkraft für Arbeitssicherheit und findest auf Portalen vor allem Angebote von externen Dienstleistern und Beratungsgesellschaften. Dabei suchen Industrieunternehmen, Baukonzerne und öffentliche Einrichtungen ihre SiFa oft direkt über die eigene Karriereseite — weil sie die Stelle langfristig intern besetzen wollen. Wer nur auf Jobbörsen sucht, verpasst diese Direktstellen.

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Berufsprofil: Fachkraft für Arbeitssicherheit

Fachkräfte für Arbeitssicherheit (SiFa/FASi) beraten Arbeitgeber in allen Fragen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes. Sie sind gesetzlich vorgeschrieben (§ 5 ASiG) und haben eine Sonderstellung: Sie sind weisungsfrei und unterstehen direkt der Geschäftsleitung. Der Beruf verbindet technisches Fachwissen mit rechtlicher Expertise und erfordert Durchsetzungsvermögen, da Empfehlungen nicht immer gern gehört werden.

Top 5 Aufgaben

1Begehungen und Gefährdungsbeurteilungen an Arbeitsplätzen durchführen
2Beratung der Geschäftsleitung und Führungskräfte zu Arbeitsschutzmaßnahmen
3Unfalluntersuchung und Ableitung von Präventionsmaßnahmen
4Erstellung und Pflege von Betriebsanweisungen und Unterweisungsunterlagen
5Zusammenarbeit mit Betriebsarzt, Berufsgenossenschaft und Behörden (Gewerbeaufsicht)

Typische Branchen

Produzierende Industrie (Metall, Chemie, Automotive)Baugewerbe und AnlagenbauLogistik und TransportwesenÖffentlicher Dienst (Kommunen, Landesbehörden)Energie- und VersorgungsunternehmenExterne Betreuungsdienste (überbetrieblich)

Hard Skills

  • Arbeitsschutzrecht (ArbSchG, BetrSichV, GefStoffV, ArbStättV, DGUV Vorschriften)
  • Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG methodisch durchführen
  • Unfallanalyse und Präventionskonzepte
  • Gefahrstoffmanagement und Explosionsschutzdokumente
  • Managementsysteme (ISO 45001, SCC)

Soft Skills

  • Durchsetzungsvermögen gegenüber Führungskräften und Mitarbeitern
  • Diplomatisches Auftreten bei unbequemen Empfehlungen
  • Schulungs- und Präsentationskompetenz für Unterweisungen
  • Analytisches Denken bei der Bewertung von Risiken
  • Kommunikationsstärke im Umgang mit Behörden und Berufsgenossenschaften

Arbeitsumfeld: Mischung aus Büro und Vor-Ort-Arbeit: Gefährdungsbeurteilungen und Begehungen finden direkt am Arbeitsplatz statt — in der Werkshalle, auf der Baustelle, im Labor oder im Büro. Büroarbeit umfasst Dokumentation, Schulungsvorbereitung und Rechtsrecherche. In der Regel Tagschicht, aber Begehungen können auch in Nachtschichten oder an Wochenenden erforderlich sein.

Arbeitsmarkt-Lage: Fachkraft für Arbeitssicherheit

Nachfrage: hochTrend: steigendFachkräftemangel

Jedes Unternehmen in Deutschland ist gesetzlich verpflichtet, eine sicherheitstechnische Betreuung sicherzustellen. Der Bedarf an Fachkräften für Arbeitssicherheit steigt durch verschärfte Vorschriften, die DGUV Vorschrift 2 und den demografischen Wandel (viele SiFa gehen in Rente). Besonders gesucht sind Fachkräfte mit Branchenerfahrung in der Bauindustrie, Chemie und Produktion.

Top-Regionen

StuttgartMünchenKölnHamburgFrankfurt

Der Bedarf ist deutschlandweit hoch, da jeder Arbeitgeber eine sicherheitstechnische Betreuung benötigt. In industriestarken Regionen (Baden-Württemberg, Bayern, NRW) ist die Nachfrage besonders groß. In ländlichen Regionen bieten überbetriebliche Dienste Stellen an, die mehrere Unternehmen betreuen — mit viel Reisetätigkeit, aber breitem Erfahrungsspektrum.

Dein Weg zum Fachkraft für Arbeitssicherheit-Job

Interview als Fachkraft für Arbeitssicherheit vorbereiten

Vorstellungsgespräch als Fachkraft für Arbeitssicherheit

Typische Fragen, STAR-Methode und Tipps

Häufige Fragen zum Beruf Fachkraft für Arbeitssicherheit

Was verdient eine Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Das Gehalt variiert stark nach Branche und Unternehmensgröße. In der Industrie (Metall, Chemie) verdienen SiFa typischerweise 55.000–75.000 Euro brutto im Jahr. In leitenden Positionen (HSE-Leitung, Konzernsicherheitsingenieur) sind 80.000–100.000 Euro realistisch. Im öffentlichen Dienst liegen die Gehälter bei E 10–E 13 TVöD (ca. 45.000–65.000 Euro).

Wie wird man Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Voraussetzung ist ein Ingenieurstudium, ein Meister-/Technikerabschluss oder eine abgeschlossene technische Ausbildung mit Berufserfahrung. Darauf aufbauend absolviert man die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit bei einem zugelassenen Lehrgangsträger (z. B. BG, TÜV, DEKRA). Die Ausbildung umfasst die Ausbildungsstufen I–III und dauert berufsbegleitend 1,5–2 Jahre.

Was ist der Unterschied zwischen SiFa, FASi und Sicherheitsingenieur?

SiFa (Sicherheitsfachkraft) und FASi (Fachkraft für Arbeitssicherheit) sind Synonyme für denselben Beruf nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG). „Sicherheitsingenieur" ist eine informelle Bezeichnung, die häufig verwendet wird, wenn die SiFa ein Ingenieurstudium als Grundqualifikation hat. Die gesetzliche Bezeichnung ist „Fachkraft für Arbeitssicherheit".

Kann eine SiFa auch als Externer für mehrere Betriebe arbeiten?

Ja, das ist sogar sehr verbreitet. Viele SiFa arbeiten als externe Fachkräfte und betreuen mehrere Unternehmen gleichzeitig — entweder selbstständig oder bei einem überbetrieblichen Dienst. Die DGUV Vorschrift 2 regelt die Einsatzzeiten je nach Betriebsart und Beschäftigtenzahl. Externe SiFa haben ein breites Erfahrungsspektrum, aber weniger Tiefgang in einzelnen Betrieben.

Welche Branchen suchen besonders dringend Fachkräfte für Arbeitssicherheit?

Am dringendsten ist der Bedarf in der Bauindustrie (hohes Unfallrisiko), der chemischen Industrie (Gefahrstoffe), der Logistik (Verkehrssicherheit, Ergonomie) und im öffentlichen Dienst (Nachholbedarf bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes). Auch im Gesundheitswesen steigt die Nachfrage durch verschärfte Anforderungen an Infektionsschutz und psychische Gefährdungsbeurteilung.

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